WARUM MAN DEN HUSTLER-LIFESTYLE HIN UND WIEDER LASSEN SOLLTE

Makers vs. Managers

26. April 2018

Es ist leicht, sich auf Instagram inspirieren zu lassen. Hustle 24/7, Wochenenden gibt’s nicht, Meeting nach Meeting.

Vor Allem wenn ich mir Pedram und Ilja anschaue, bewundere ich ihre Fähigkeiten, unzählige Projekte gleichzeitig zu schaukeln.

Nur:

die beiden operieren in einem fundamental anderen Modus, als ich es zum Beispiel tue. Die beiden sind Manager. Ich bin Maker.

Und – je nachdem, was dein Projekt ist – gibt es Zeiten, wo du den Manager-Mode eher vermeiden solltest.

Der Alltag eines Managers

Der Tag eines Managers ist in 10-Minuten-Einheiten eingeteilt.

Meeting da, Meeting dort, kurzes Telefonat am Weg. Insta-Stories dazwischen.

Der Manager-Modus ist der Modus, wo die kleinen Todos nur so wegschmelzen. Wo alles erledigt wird, was du schon seit Wochen aufschiebst:

Und das ist geil.

So einen Tag sollte jeder mindestens ein Mal pro Woche haben.

Das Problem mit dem Manager-Modus ist nur:

Irgendwann muss auch die Arbeit gemacht werden.

der Maker-Modus

Vielleicht sagt dir der Begriff “Flow” etwas.

Flow ist, wenn du nach 5 Stunden intensiver Arbeit realisierst, dass es draussen bereits dunkel ist, du eigentlich was essen solltest, und die Worte, das Design, der Programmcode wie von selbst entstanden sind.

Der Tag eines Designers oder Programmierers besteht nicht aus 10-Minuten-Blöcken. In der Zeit habe ich mir noch nicht einmal die Programme gestartet, die ich brauche.

Designer, Programmierer und andere Maker haben eine komplett andere Zeitrechnung als Manager.

Und genau das ist der Grund, warum der intensive Hustler-Lifestyle hin und wieder gar nicht so gut für dein Projekt ist.

Maker und Manager müssen balanciert werden

In Unternehmen kommt es immer wieder zu Reibung, wenn Manager und Maker ohne Verständnis für die Gegenseite aufeinander stoßen.

Aber diese Auseinandersetzung findet mit großer Wahrscheinlichkeit auch in dir selbst statt.

Deshalb hier 3 Tips, wie du diese beiden Modi in dir vereinen kannst:

Tip #1: teile deine Woche in Termin-Tage und Deliver-Tage auf

Je nach Situation gibt es in meiner Woche 1-2 Termin-Tage, und 5-6 Maker-Tage. Ich versuche, so viele Termine wie möglich auf genau einen Tag zu legen.

Das hat viele Vorteile:

  • Bereits am Morgen kannst du dich in das Manager-Mindset bringen
  • Alle “kleinen” Aufgaben (Mails, Textanpassungen auf Webseiten, Projektmanagement) kannst du als Lückenfüller zwischen Terminen verwenden.
  • der Rest der Woche bleibt frei, um ungestört Projekte auf den Boden zu bringen.

Tip #2: Verwende ein Tool, um deine Tasks zu managen

Gut, vielleicht fällt es dir leichter, all deine Todos in eine Datei irgendwo am Desktop in 10 Unterordnern zu verstecken. In diesem Fall: go for it, dieser Tip ist nichts für dich.

Ich jedoch könnte nicht mehr ohne mein Taskmanagement. Ich verwende das Ding (namentlich: Asana) auf drei Arten:

  • Downtime reduzieren: 10 Minuten Wartezeit auf die U-Bahn? Anstatt zu überlegen, was ich tun könnte, erledige einfach den nächstbesten Task, der in diese Zeitspanne passt.
  • Große Tasks herunterbrechen: einen Wal isst man nicht in einem Bissen. Oder so. An meinen Maker-Tagen kümmere ich mich um die großen Tasks. Und die habe ich in einer 10-minütigen Downtime bereits in leicht verdauliche Häppchen aufgeteilt.
  • Ausgelagertes Gehirn: Grad keine Zeit, irgendwas zu erledigen? Du kommst auf eine Idee mitten in einem Gespräch? In diesem Fall schreibe ich mir einfach selbst einen Task, und kann so alle Ablenkungen mal direkt an den Zukunfts-Martin delegieren.

Tip #3: Verstehe deinen Modus und schaffe das richtige Umfeld dazu

Wenn ich Programmiere, wird das Handy auf stumm geschalten. An solchen Tagen bin ich mit T-Shirt anstatt Hemd anzutreffen. An solchen Tagen geht es nicht um’s Aussehen oder meine Brand. Hier geht’s ums Projekte auf den Boden bringen.

Wenn du also im Maker-Modus bist:

  • Scheiß auf Instagram und andere soziale Medien. Aber: Wenn ich es nicht poste, ist die Arbeit dann trotzdem gemacht? JA, ist sie!
  • Such dir die passende Musik – oder schaffe vollkommene Stille. Hier mangelt es nicht an Playlists oder Tools im Internet.
  • Schotte dich ab. Verschwinde aus deinem normalen Umfeld. Im Maker-Modus gibt es nur dich und deine Arbeit.

Ganz anders dagegen der Manager-Modus:

  • Suit Up! Dazu muss eigentlich nix mehr gesagt werden.
  • High Energy. Ich sage nicht, dass du dir die Kaffees und RedBulls hinter die Binde kippen sollst, bis du zitternd einen Redeflash hast. Aber an Manager-Tagen hast du mit anderen Menschen zu tun. Sei positiv, löse Probleme, habe Spaß.
  • Nutze dein Momentum. Wenn du im Manager-Modus bist, hast du die einzigartige Chance, auch ungewollte Tasks mit deiner Energie anzugehen. Einfach anfangen!

Fazit

In welchem Modus operierst du normal? Erlaubt dir dein Alltag, auch einmal in den Maker Modus zu wechseln? Schreib uns deine Erfahrungen! 🚀

Keep on dreaming. Keep on doing.

Martin

Martin Haunschmid

Unternehmer, Programmierer, Hacker bei Tag. Unternehmer, Programmierer, Hacker bei Nacht. Always on, erste Priorität: der Hustle.

Martin bloggt hauptsächlich auf seinem Tech-Blog. Doch das ist nicht genug.

Für Dreamers Who Do schreibt er über die mentale Komponente des Business. Disziplin, Ausgleich, Verhandlungen.