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Wie du deine Gewohnheiten formst.

27. Januar 2018

In sehr vielen Self-Development Büchern geht es darum, die richtigen Habits – also Gewohnheiten – zu schaffen, um erfolgreich zu sein.

Eine unserer größten Habits heute ist das Smartphone. Man sieht es überall – in der U-Bahn, zu Hause am Tisch, in den Unis. Aber diese Gewohnheit kann eine positive, aber auch eine negative sein.

Das, was wir ständig vor unserem Auge haben, an was wir ständig denken, formt unseren Charakter. Also auch das, was wir am Handy tun.

Ich bin der festen Überzeugung, dass man den Charakter eines Menschen anhand der Apps am Homescreen beurteilen kann.

Hier mein wissenschaftlich nicht fundierter und 100% subjektiver Psychotest.

Du hast Candy Crush oder Bubble Shooter am Home Screen

Du bist also einer dieser Instant Gratification Menschen. Die kurzfristige Dopaminschübe langfristigen Erfolgen vorziehen.

Schlechte Nachrichten. Diese Apps sind mit Big Data so designt, dass du süchtig wirst.

Hattest du jemals ein Level, das du mehrere Tage nicht geschafft hast? Und genau, als du frustriert das Spiel löschen willst, funktioniert es wie geschmiert? Das sind Algorithmen, die dich bei der Stange halten.

Dein Homescreen ist voller roten Bubbles, in denen riesige Zahlen stehen

Aha! Jemand, der irgendwann aufgegeben hat, diese Zahlen wegzukriegen. Mit 60 ungelesenen E-Mails geht es ja noch, es besteht Hoffnung, diese Zahl mal auf 0 zu reduzieren.

Aber irgendwann ist die Chance auf Inbox Zero für immer vorbei.

Das sind übrigens auch oft die Personen, die am Laptop ihren Desktop nicht aufräumen.

Kalorienzähler, Audiobooks, Notiz App und XING

Du High Potential du! Egal, dass du schon vor Monaten aufgehört hast, deine Kalorien wirklich ernsthaft zu tracken.

Oder dass sich die Anfragen von Recruitern in deiner XING-Mailbox stapeln.

Weil vielleicht fängst du ja bald wieder damit an. Wer weiß?

Kryptowährungstracker, Tabellen-App

Du hast dich schon als Investor versucht. Und genau deswegen musst du alle 5 Minuten die Kurse deiner Bit- und Shitcoins checken.

Es sind eh immer wieder rote Zahlen (zumindest im Moment), aber irgendwie kann man trotzdem nicht loslassen.

Die Moral von der Geschichte?

Diesen Blödsinn schreibe ich nicht weil ich lustig bin (das auch), sondern weil ich dich dazu motivieren will, einmal deine Gewohnheiten zu hinterfragen:

  • Macht Candy Crush wirklich Spaß, oder traust du dich nicht, das Spiel zu löschen, um deinen Fortschritt nicht zu verlieren?
  • Sind deine Notifications wirklich nötig? Oder stören sie viel öfter deinen Hustle?
  • Warum nicht einmal Nachrichten, oder einen interessanten Artikel lesen, anstatt auf Instagram Likes nachzujagen?

3 Schritte zu besseren Gewohnheiten

Und weil große Worte ohne praktische Anwendung nichts wert sind, hier drei Schritte, wie du deine Gewohnheiten in eine andere Richtung lenken kannst.

Schau jetzt auf den Homescreen deines Geräts.

Gehe jede einzelne App durch und stelle dir folgende Frage:

Was ist die tiefe Motivation dahinter, warum ich diese App verwende?

Hier stellt sich sehr schnell heraus, was hinter deinen Gewohnheiten steckt.

Die meisten Apps lassen sich kategorisieren:

  • Validierung durch dein Umfeld – oder wildfremde Personen
  • “der einfache Weg”. Eigentlich solltest du lernen, aber du gibst dem Verlangen nach.
  • Value. Diese App bietet einen echten Mehrwert (Audio-Books zum Beispiel, ein Produktivitätstool oder eine Meditations-App)
  • Utility. Google Maps und so weiter. Die Sachen, die man täglich braucht.

Radikal Apps aussortieren

Hast du eine App seit Wochen nicht mehr verwendet?

Löschen.

Steckt eine “falsche” Motivation hinter der Verwendung deiner App?

Verschieb sie auf einen Bildschirm, auf den du normalerweise nicht hinscrollst. Und schalte die Notifications aus.

Die App bringt dir wirklich was?

Nach vorne damit.

Beobachten

Was passiert mit deinen Habits? Gehst du nicht mehr auf Instagram, nur weil du gerade 3 Sekunden Zeit hast bis der Lift kommt?

Schläfst du ruhiger, auch wenn Candy Crush dir endlich wieder ein Leben zur Verfügung gestellt hat?

Lebst du vielleicht sogar mehr im Moment, weil du deinem Gehirn nicht mehr jede Instant Gratification gönnst?

Lasst es uns wissen:

Wie sieht dein Homescreen aus? Sollen wir dir ein Horoskop auf Basis deines Homescreens erstellen 🤔?

Haut rein,

Dreamers Who Do.

Martin Haunschmid

Unternehmer, Programmierer, Hacker bei Tag. Unternehmer, Programmierer, Hacker bei Nacht. Always on, erste Priorität: der Hustle.

Martin bloggt hauptsächlich auf seinem Tech-Blog. Doch das ist nicht genug.

Für Dreamers Who Do schreibt er über die mentale Komponente des Business. Disziplin, Ausgleich, Verhandlungen.